SCM und Logistik Manager für Unternehmen in Österreich gesucht?

Der Bedarf an SCM Personal in Österreich steigt trotz Arbeitslosigkeitsrekord

In Österreich gibt es ein Paradoxon. Der Bedarf an gut ausgebildeten und auch erfahrenen Supply Chain Experten wächst und kann nicht adäqut besetzt werden während die allgemeine Arbeitslosigkeit stark zunimmt und für das Jahr 2015 ca. 550.000 Arbeitslose und 2016 ca. 600.000 Arbeitslose erwartet werden. Damit fällt Österreich in der EU- Arbeitslosenstatistik vom einstmals 5. Platz auf die unteren Ränge ab. Der Grund der steigenden Arbeitslosigkeit liegt unter anderem in der starken Zuwanderung aus Südeuropa vor allem jüngerer Einwanderer und an einem System, dass die Arbeitslosigkeit mehr verwaltet als bekämpft.

 

Auch andere hausgemachte Probleme wirken sich negativ aus. Neuere SCM Entwicklungen wurden in Österreich wenig beachtet. Die großen Logistikunternehmen haben sich in erster Linie mit dem Transport beschäftigt (z.B. Gebr. Weiss und Schenker) und dabei den Standort Österreich als Drehscheibe zwischen West und Südeuropa genutzt, jedoch komplexe Prozesse, so wie sie die produzierende Industrie, allen voran die Automobilindustrie fordern, außer Acht gelassen. Obwohl Logistik- und Transport als Bachelor Studiengang seit Jahren an den Hochschulen angeboten wird, wurde erst 2014 ein Master-Studiengang SCM an der Hochschule in Steyr eröffnet.

Die internationalen Verflechtungen der Industrie in Österreich mit Produktionsstätten in den Balkan-Ländern, sowie Tschechien und der Slowakei einerseits und den westeuropäischen, amerikanischen und asiatischen Märkten anderseits stoßen auch auf zum Teil verkrustete und traditionelle Strukturen. Über Jahrzehnte gab es in Österreich in den großen Industrie- und Handelsbereiche gewollten staatlichen Einfluß, der erst ab den 1990 Jahren den Zeiten der offenen EU-Märkte reduziert wurde. Doch nach wie vor herrschen Rücksichtnahmen und wechselseitige Beziehungen auf verschiedenen Ebenen zwischen Politik und Wirtschaft. Das sorgt für Stabilität einerseits aber auch für den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit anderseits. Unpopuläre Entscheidungen werden gerne aufgeschoben um schließlich dann doch unumgänglich zu werden.

 

Wettbewerbsorientierte Unternehmen, häufig mit ausländischem Kapitalhintergrund, nehmen weniger Rücksicht und suchen heute international ausgerichtete Supply Chain Manager für die Führungsebenen um im Wettbewerb mithalten zu können. Gefragt sind neben Experten für SCM, Einkaufs- und Logistikprojekte der Industrie auch Interim Manager (wobei Interim Management in Österreich noch stark entwicklungsfähig ist).Obgleich es viele Logistikfach- und Führungskräfte in Österreich gibt reicht das offenkundig nicht aus. Das Lohnniveau liegt in Österreich über dem in Deutschland und die Bereitschaft zu wechseln (inkl. Umzug) ist in Österreich nicht sehr ausgeprägt. Daher bietet sich Österreich mit seiner Lebensqualität und den Möglichkeiten zur Entwicklung durchaus als Alternative für jüngere engagierte Logistiker und Supply Chain Experten an.

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